WEIGHTLESS LURE - FISHING
Angeln mit unbeschwerten Kunstködern
von Christoph Tuczai
So manche von Euch, insbesondere jene die sich mit den modernen Angelmethoden auf Schwarzbarsche (engl.: Black Bass) aus Amerika und Japan beschäftigen, haben bestimmt schon etwas von der Köderführung namens "weightless" gehört. Diese Methode bezieht sich auf das Angeln mit unbeschwerten Kunstködern, wobei diese Technik nicht nur auf Schwarzbarsche sondern auch unsere heimischen Raubfische anspricht.
Was bedeutet der Begriff "weightless" genau?
Der Begriff "weightless" bedeutet soviel, dass der jeweilige Kunstköder nicht mit Hilfe eines Jigs (Bleikopf) oder dergleichen beschwert wird. Diese bestimmten Köder erhalten ihr Wurfgewicht, welches unterschiedliche Grammaturen betragen kann, durch deren hohen Salzgehalt oder durch den Einsatz von hoch verdichteten Kunststoffen. Der Unterschied zwischen salzhaltigen und hochverdichteten besteht darin, dass die salzigen Köder bedingt durch die grobe Struktur eine weitaus geringere Lebensdauer aufweisen, dafür aber in der Anschaffung um einiges günstiger sind.
Was spricht für diese Methode?
Die Vorteile dieser Angelmethode sind von den jeweiligen Ködern abhängig. Ein allgemeiner Vorzug ist jedoch, dass die Köder, bedingt durch ihr geringes Eigengewicht, leiser auf der Wasseroberfläche aufkommen und so gerade bei stark beangelten Gewässern direkt bei den Raubfischen platziert werden können. Weiters spricht für diese Technik, dass einige Köder am Offset-Haken (hierbei ist die Hakenspitze im Köder versenkt) geführt werden können und man die hindernissreichsten Zonen problemlos abfischen kann.
Neben der Methode mit dem Offset-Haken, bietet sich gerade bei Wurmimitationen die Verwendung eines Wacky-Hooks an. Hierbei ermöglicht man dem Köder eine maximale Bewegungsfreiheit, jedoch ist bei der Wahl der Ködergröße Rücksicht auf unsere heimischen Raubfische zu nehmen.
Eine weitere Technik mit unbeschwerten Ködern, die in den letzten Jahren sehr viel Gefallen gefunden hat ist das sogenannte "skippen". Hierbei hüpft der Köder wie ein flacher Stein den man auf der Wasseroberfläche platteln lässt übers Wasser. Mit dem kurzrhythmigen Gehüpfe imitiert man einen flüchtenden Beutefisch oder gelangt noch weiter unter Hindernisse welche über die Beisszone reichen. Um höhere Wurfweiten zu erreichen sollte man zu kompakteren Köderformen greifen, da diese einen geringeren Wasserwiderstand aufweisen.
Tipps zu Ködern und Beköderung:
Beispiel 1:
DEPS DEATHADDER CURLY
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Schritt 1
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Schritt 2
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Schritt 3
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Schritt 4
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Schritt 5
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Schritt 6
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1.) Hauptschnur bzw. Vorfach mit dem Offset-Haken verbinden
2.) mit der Hakenspitze den Kopfteil des Köders durchdringen
3.) Haken in die vorübergehende Endstellung bringen
4.) Maß für die zweite Austrittsstelle nehmen
5.) mit der Hakenspitze voran den Köder in der richtigen Höhe durchstechen
6.) Offset-Haken positionieren und FERTIG!
Beispiel 2:
DEPS KINCOO
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Schritt 1
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Schritt 2
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Schritt 3
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1.) einen herkömmlichen Drop-Shot oder Wacky-Haken an der Hauptschnur bzw. Vorfach
anbringen.
2.) je nach Köder den Haken im ersten Drittel setzen
3.) FERTIG!
Achtung: Bei dieser Methode ist jedoch auf die Positionierung des Schwanzendes bzw. auf den
Lamellenverlauf des gewälten Köders zu achten.
Beispiel 3:
DEPS PORK FLATWORM
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Schritt 1
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Schritt 2
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Schritt 3
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1.) hierbei wird ein Finesse-Haken (kann zum Beispiel auch mit einen Krautschutz versehen
sein) an der Hauptschnur bzw. Vorfach angebracht
2.) der Haken wird durch das gegebene Loch gefädelt
3.) FERTIG!
Achtung: Bei dieser Angelmethode ist bei unseren heimischen Raubfischen stets auf die Wahl
der richtigen Ködergröße zu achten, da einem ansonsten jede Menge Fehlbisse bevorstehen.
Die richtige Wahl der Ruten!
Bei der Wahl der entsprechenden Ruten achte ich neben der Grammatur und Länge insbesondere auf die Aktion. Diese sollte "Semiparabolisch" sein, um gerade bei den leichten Ködern eine respektable Wurfweite zu erreichen und ebenfalls ein sicheres Manövrieren des Fisches in der Drillphase zu gewährleisten. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen die "Tri Arrow 66" und "Spin Cobra" von der Frima Ever Green und die "The Edge Master" von der Firma DEPS. Mit diesen drei Ruten decke ich sämtliche Grammaturen an Ködern ab. |
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Viel Erfolg in der kommenden Saison .... Christoph