Kaum hat die diesjährige Angelsaison begonnen, stand für Peter und mich auch schon der erste Karpfen-Event vor der Tür. So wie jedes Jahr starteten wir unser Wettkampfdebut mit dem Carp Cup am Lake Sumbar in Kroatien, jedoch sollte dieser nicht mit solch einem Erfolg geprägt sein wie das Jahr zuvor.
Peter zog bei der Auslosung die Box mit der "Nummer 4", jener Platz der sich in der vorderen Bucht des Sumbar-Sees befindet. Eine Position die auf den ersten Blick sowohl eine Insel, Seichtzonen und ein Loch mit einer Tiefe von 6 Meter aufweist. Bei diesen Fakten waren wir der Meinung, dass einem erfolgreichen Wettkampf nichts im Wege stand. Wäre da nicht das Wetter! Schon bei unserer Anreise erwartete uns in Kroatien ein Schnürlregen der die nächsten zwei Tage anhalten sollte. Bedingt durch den starken Regen und der Aussentemperatur von rund 10° Celcius wies der See eine durchschnittliche Wassertemperatur von 8° Celcius auf, wodurch die Fische alles andere als aktiv waren und sich bis auf ein paar Ausnahmeerscheinungen im Freiwasser aufhielten. Erst am letzten Tag dieses Events überraschte uns eine Schönwetterfront mit welcher auch die Fische aus Ihrer Starre erwachten und so konnten Peter und ich noch den ein oder anderen kapitalen Karpfen in unserer Bucht, in welcher wir praktisch gefangen waren, landen und uns so auf den 7. Platz plazieren.
Obwohl sich oft die Frage stellt, ob man diese Unmengen an Equipment benötigt, ist man gerade bei einer solchen Wetterlage, wie sie bei diesem Event vorkam, mehr als dankbar wenn man ein geräumiges Zelt mit der entsprechenden Heizung hat.
Die Rundumsicht unseres Platzes.
Leider durften wir nur bis Höhe der Landzunge angeln (siehe mittleres Bild), wodurch wir keinerlei Zugang ins Freiwasser hatten.
Die meiste Zeit verbrachten Peter und ich in unseren Zelten, in denen wir durch das Trocknen der Kleidung eine tropenähnliches Klima hatten.
Trotz der eher mäßigen Bisse, hatten wir das Glück das neue Weitwurfwunder aus dem Hause STARBAITS zu testen. Die Milspec L.C.R hat eine Gesamtlänge von 13ft und eine Testkurve von 3,75lb. Durch einen neuen Kohlefaserverbundstoff und ein neues Fertigungsverfahren weist diese Rute eine einzigartige Aktionskurve auf, welche dem Angler Wurfweiten jenseits der 150 Meter ermöglichen. Die Rutenspitze ist so gefertigt, dass sie schnelle Fluchtversuche der Fische gerade in der Endphase des Drills sicher abfängt.
Der Handteil ist mit einem japanischen Schrumpfschlauch versehen, welcher dem Angler einen optimalen Halt bietet. Die Endkappe ist aus Edelstahl und wie könnte es anders sein die Initialen der Firma Starbaits eingeprägt.
Weiters zeichnet sich diese Weitwurfrute durch ihren übergroßen Ringsatz aus, welcher mit einem 50mm Startring beginnt. Dieser Aufbau verringert die Reibung der Schnur, da der Schnurkegel beim Abwurf nicht unnötig verkleinert werden muss und holt so noch den ein oder anderen Meter für den Angler heraus.
Die ersten beiden Tage bei diesem Cup entwickelten sich zu einer wahrlichen Durststrecke, da nicht einmal kurz unsere Bissanzeiger aufheulten. Selbst unsere 10mm Boilies und weichen Maiskörner konnten nicht einmal eine Karausche zu einem Anbiss überreden .... Peter und ich fanden uns allmählich schon mit dem Gedanken ab, dass wir "blanken" würden ....bis plötzlich die rechte Rute auf unserem Pod lospfiff und ....
.... wir den ersten Karpfen im Jahr 2009 sicher auf unserer Abhakmatte verzeichnen konnten.
Obwohl dieser Spiegelkarpfen nicht zu den Kapitalen zählt, war es ein tolles Gefühl nach dieser langen Winterpause den ersten in den Händen zu halten.
Trotz der wiederkehrenden Motivation durch diesen Fang, blieben am zweiten Tag weitere Bisse aus.
Erst am letzten Tag dieses Wettkampfes überraschte uns eine Schönwetterfront, mit der die Fische aktiv wurden und in unsere Bucht zogen.
Kaum fielen die ersten Sonnenstrahlen auf die Wasseroberfläche, konnten wir bereits den zweiten Karpfen für uns verzeichnen.
Der letzte stärkende Kaffee bei diesem Event bevor wir mit den ersten kapitalen Muffmolchen auftrumpften ;-)
Bei solchen Fängen vergisst man schnell die unzähligen Stunden des Wartens.
Kaum brachten wir den Schuppenkarpfen vor die Linse folgte schon dieser fette Spiegelkarpfen.
Platz 7: TEAM ANGLERWELT
Peter Tuczai - Christoph Tuczai
Trotz der ausbleibenden Fänge an den ersten beiden Tagen konnten sich Peter und ich noch auf den siebenten Platz vorarbeiten. Was im Vergleich zum Eröffnungsevent im letzten Jahr eher mäßig erscheint, jedoch zählen auch die kleinen Erfolge die dieser Event für uns brachte.
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Platz 6:
Team HLB
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Platz 5:
CT Inograd Olujic
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Platz 4:
CT Carp System
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Platz 3:
CT No-Draks
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Platz 2:
CT Korana 2
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Platz 1:
CT Auto Sport NS
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Wie man aus der Endresultatsliste entnehmen kann, waren die durchschnittlichen Fanggewichter der einzelnen Teams, bis auf Ausnahme der beiden Teams "Auto Sport NS" und "Korana 2", eher sehr gering. Die Hauptgründe dafür waren wahrscheinlich die geringe Wassertemperatur und der andauernde Regen, der den See noch zusätzlich abkühlte. Durch diese Umstände waren die Karpfen noch sehr träge und tauchten nur in punktuellen Schwärmen im Freiwasser auf. Erst gegen Ende dieses Carp Cups erwärmte sich der See etwas, wodurch die Fische aktiver wurden und zu ziehen begannen. Was sich sofort bei mir und Peter bemerkbar machte, da die Karpfen in die seichte Bucht zogen um sich Sonnen zu lassen. Leider gingen auch einige Teams komplett ohne Fisch aus, jedoch folgt bereits Mitte Mai das nächste Event am Lake Sumbar, wo wir bestimmt mit einer konstanteren Wetterlage rechnen können!
14.04.2009 Christoph