Letzte Woche fand der 5. Carp Brothers Cup am Palotas To, einem der wohl bekanntesten Großkarpfengewässer in Ungarn statt. Der See weist eine Wasserfläche von ca. 73 Hektar auf und ist von der Bodenstruktur her, abgesehen von der Bucht in welcher sich die alte Baggerstraße befindet, mit einer Badewanne zu vergleichen. Der Untergrund ist bis auf ein paar Ausnahmen mit einer bis zu 30 cm tiefen Schlammschicht bedeckt. Das Ufer ist von einem kilometerlangen Schilfgürtel umgeben, in dem sich die angelegten Angelplätze befinden.
Durch den im Vorjahr errungenen 2. Platz beim Carp Brothers Cup in Bajansenye zählte unser Team Anglerwelt auch dieses Jahr zu den Fixstartern. Weiters traten bei diesem Bewerb zahlreiche Teams aus Österreich, Ungarn, Deutschland, Kroatien, Rumänien, Slowenien, sowie Teams von diversen namhaften Angelgeräteherstellern an. Die Strategie der meisten Teams musste durch die Tatsache, dass eine Woche vor dem Carp Brothers Cup Karpfen zwischen 1,50 und 4,00 Kilogramm besetzt wurden, verworfen werden. Dies beeinträchtigte nämlich ungewollterweise das Beissverhalten der alteingesessenen Großkarpfen gravierend. Neben diesem Besatz spielte aber auch noch die Laichzeit, in welcher sich die Karpfen gerade befinden, eine große Rolle in der Zusammenstellung der richtigen Taktik. Peter und ich haben aber unsere Hausaufgaben gemacht und so stand uns nur mehr die Ziehung des Platzes bevor auf dem wir in den nächsten 91 Stunden unser Können unter Beweis stellen sollten.
Diese Veranstaltung wurde mit der Ziehung der einzelnen Plätze eröffnet. Insgesamt nahmen 54 Teams an diesem Event teil.
Peter zog für uns die Position mit der Nummer 38.
Ein Platz der keinerlei Besonderheiten, weder eine markante Kante am Gewässergrund oder irgendwelche andere Strukturen aufwies. So hieß es für uns mit einer perfekt ausgelegten Futterkampagne die Fische an unserem Futterplatz konstant zu halten.
Gesagt - Getan !
Kaum fiel der Startschuss des diesjährigen Carp Brothers Cup legten Peter und ich ungebremst los und ...
... konnten bereits nach 15 Minuten den ersten Schuppenkarpfen mit acht Kilogramm bei diesem Event auf die Matte legen.
Unser neues Team-Logo feierte bei diesem Event sein Debut!
Leider folgte nach unserem erfolgreichen Start eine lange Bissflaute, die sich über sechs Stunden hinweg zog und so mussten Peter und ich einige Dinge an unserer Taktik ändern. Wir legten einen Futterplatz auf circa 90 Meter Distanz an, welchen wir insbesondere auf die kapitalen Karpfen abstimmten und einen auf 30 Meter, wo wir den Besatzkarpfen nachstellten.
Unsere Strategie trug erste Früchte und so konnten wir nach kürzester Zeit die ersten Erfolge auf unserem ufernahen Futterplatz verzeichnen.
Am zweiten Tag stieß Helmut vom Team Anglerwelt match fishing zu uns, welcher Peter und mich die nächsten beiden Tage als Bankrunner unterstützen sollte.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag spuckte unser rund einhundert Meter entfernter Futterplatz diesen Koloss mit 23,40 Kilogramm aus.
Wie sich am Ende dieses Wettbewerbes zeigen sollte, würde dieser gewaltige Spiegelkarpfen auch der schwerste Fisch dieses Events bleiben.
Das Unglaubliche bei diesem Fang war, dass wir diese im Leadclip unserer Montage verbissene Muschel samt dem Spiegelkarpfen an Land zogen. Hätte diese Muschel nur eine Sekunde später zugeschnappt, hätten wir diesen gewaltigen Fisch wohl nie landen können.
Der Schilfgürtel erstreckte sich stellenweise bis zu zehn Meter ins Wasser und so war das Keschern gerade der kapitalen Fische vom Wasser aus unumgänglich.
Mit unserem Monsterfang war der Distanzfutterplatz eröffnet und wir konnten noch einige gewaltige Fänge landen.
Professionelle Tournament-Angler wie Peter Tuczai legen bei der Wahl ihres Tackles Wert auf Qualität und Effektivität. So verlässt sich Peter in Punkto Weitwurf-Rolle ausschließlich auf die Daiwa Tournament Basia 45 QDX, eine Rolle die dem Angler überdurchschnittliche Distanzen erzielen lässt.
Bei der letzen Abwaage dieses Bewerbes legten Peter und ich noch knappe 70 Kilogramm auf die Matte und konnten uns so auf einen erfolgreichen zweiten Platz in der Endresultatsliste platzieren.
Die Objekte der Begierde.
Der Grund warum wir uns vier schlaflose Nächte um die Ohren schlugen.
Schwerster Fisch:
Spiegelkarpfen 23,40 kg
TEAM ANGLERWELT
Peter Tuczai - Christoph Tuczai
2. Platz:
TEAM ANGLERWELT
Peter Tuczai - Christoph Tuczai
|
|
|
|
4. Platz Carp Team Austria 02
|
3. Platz C.T. Slovakia
|
1. Platz C.T. Moby Dick Austria
|
Wie auch im letzten Jahr waren unsere beiden Teams "Team Anglerwelt" und "Carp Team Austria 02", welche auch an der Weltmeisterschaft im Karpfenangeln für Österreich teilnehmen, bei diesem Wettkampf gegenüber sämtlichen anderen österreichischen Teams erfolgreich.
Für alle die es wie immer genauer wissen wollen, hier die Endresultate vom 5. Carp Brothers Cup in Ungarn.
18.05.2009 Christoph